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Quelle: TAGBLATT 14.06.2010
 
 
Süffige Antworten mit Hintergrundgeräuschen
 
 
ARBON. Fussball-Weltenbummler Otto Pfister, Handball-Erfolgstrainer Enver Koso und Fussball-Jungstar Michael Lang stellten sich am Bodensee-Derby den Fragen von Moderator Patrick Hug.
 
RUDOLF KÄSER
 
Moderator Patrick Hug bereitete sich mit würzigen Fragen auf das Bodensee-Derby vor. Die Zuhörer erhielten entsprechend süffige Antworten. Hintergrundgeräusche in Form überlauter Gespräche störten allerdings das ansonsten spannende Gesprächsklima.
 
Nach Afrika nun Asien?
Nicht die Art Otto Pfisters – neben anderem früher einmal Spielertrainer beim FC St. Gallen – ist es, sich von Lärm beeinflussen zu lassen.
Seine erspriessliche Art – von 38 Jahren Fussballzeit in Afrika geprägt – kam beim Publikum besonders gut an. Er sei im übrigen gut befreundet mit Fifa-Präsident Sepp Blatter.
 
Erholen in Mels
In Afrika und an Weltmeisterschaften, neben anderen mit Togo, musste Otto Pfister unglaubliche Finanzgeschichten erleben. «Solche Einflüsse stören in einer Vorbereitungsgestaltung für ein Spiel schon ganz wesentlich.
 
» Doch von alledem erhole er sich in Mels, in behaglicher ruhiger Lage, umgeben von Kuhweiden. Wohin es ihn treiben werde, liess er konkret offen. Er habe wieder etwas, was sich anbahnen könnte. «Da ich so oft schon in Afrika war, könnte es dieses Mal Richtung Asien gehen», meinte der Fussball-Globetrotter.
 
Die Überzeugung HC Arbon
Er sei ein Handballkünstler gewesen, blickte Enver Koso zurück.
 
Heute sind seine einstigen Handballkunststücke dem harten Arbeiten mit dem Handballclub Arbon gewichen. «Ich lebe seit jeher mit dem Handball und ich möchte mit dem Handball sterben», drückte er sich über seine Begeisterung aus.
 
Keine Eigentore
Im Gegensatz zum Fussball gebe es beim Handball keine Eigentore. In diesem Sinne möchte er mit dem HC Arbon auf die kommende Saison hin zielen.
 
Er strahlte die Überzeugung aus, dass er mit dem HC Arbon nicht absteigen, nicht ein ähnliches Schicksal erleiden werde, wie dies seinerzeit mit dem im Eilzug aufgestiegenen Chênois der Fall war. «Wir möchten nach der Überraschung des Aufstiegs auch in der kommenden Saison, wenn immer sich die Chance bietet, für Überraschungen sorgen.»
 
Der Wille zum Fussballberg
Für seine Jugendlichkeit bewies der 19jährige Egnacher Michael Lang eine erstaunliche Reife. Das Fussballtalent hat beim FC St. Gallen Fuss gefasst und will an seinem Weg nach oben weiterhin intensiv arbeiten. Sein Wille zum Erfolg drückte er auch in der Frage von Patrick Hug in der Zukunftsplanung betreffend Schweizer Nationalmannschaft aus.
 
«Wenn man wie ich schon über 50 Spiele in der Junioren-Mannschaft bestritten hat, dann muss doch das Ziel sein, zumindest versuchen, einmal in die A-Nationalmannschaft zu gelangen.»
 
Auch wen er einmal wegziehen sollte, so blieben ihm der Bodensee, das Baden im See, der Oberthurgau immer in angenehmer Erinnerung. Für die Nationalmannschaft wünscht er sich in Südafrika, dass die Schweiz zumindest die Vorrunde übersteht.
 

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