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Die PA-Technik kurz erklärt:
 
 
Vorteil der PA-Beschallung:
 
Die PA-Anlage, auch PA-System oder kurz PA genannt, dient der möglichst natürlichen Wiedergabe und Verstärkung von Sprache oder Musik. Sie besteht mindestens aus Lautsprechern, Mischpult oder Sprechstellen und Verstärkern und kann um weitere Geräte zur Signalbearbeitung (Signalverfremdung) ergänzt werden. PA-Beschallungsanlagen werden überall dort eingesetzt, wo man hohe Ansprüche an die Wiedergabequalität von Musik, Sprache und Gesang stellt. Je nach Anforderung kann die PA unterschiedlich zusammengestellt werden. Auch bei hohen Lautstärken muss der Klang immer noch klar und deutlich definiert sein.
 
Das PA-System ist ein Teilgebiet der Bühnentechnik, sowie der Tontechnik.
 
Die Aufgabe einer PA Anlage ist es, Sprach- oder Musikinformation an ein Publikum zu übertragen. Da einzelne Lautsprecher unterschiedliche Wirkungsgrade und optimale Frequenzbereiche haben, werden die Lautsprecher häufig zu Systemen (Arrays) gebündelt, die aus Subwoofern, also Systemen für tiefe Frequenzbereiche unter etwa 100 Hz, und Mittel-/Hochtönern für Frequenzbereiche über 100 Hz bestehen.
 
 
 
Betrieb einer PA-Anlage:
 
Natürlich können solch große Anlagen nicht mit einem handelsüblichen Verstärker des Konsumbereichs betrieben werden, da PA-Anlagen oft eine Leistung von mehreren tausend Watt aufbringen. Hierfür werden in der Regel mehrere Endstufen mit sehr hoher Leistung genutzt, die meistens die einzelnen Kanäle (meistens rechts / links, aber auch zusätzliche Kanäle z. B. einer Delayline) und Frequenzbereiche (Tief- / Mittel- / Hochtonbereich) separat ansteuern.
Die komplette PA-Beschallungsanlage wird über ein Mischpult gesteuert, das mit den Endstufen verbunden wird. Das Mischpult bildet den Vorverstärker und besitzt neben Mikrofon- und Instrumenteneingängen meistens auch Anschlüsse für z. B. CD-Player oder andere Abspielgeräte sowie Anschlüsse für Effektgeräte (Kompressoren, Gates, Equalizer, Enhancer, Aktivweichen), die alle die Aufgabe besitzen, die Musik und Sprache zu verbessern, zu verstärken, zu entstören, Frequenzen zu verändern oder die Höhen und Tiefen hervorzuheben bzw. abzusenken. Die meisten dieser Geräte werden in 19-Zoll Einheiten hergestellt, die dann in die dafür vorgesehenen Racks (z. B. das Siderack) eingeschraubt werden können.
 
 
 
Monitore / Monitoring:
 
Zusätzlich zur PA gibt es bei Musikveranstaltungen üblicherweise noch eine Monitor-Anlage, die es den Künstlern auf der Bühne ermöglicht, ihre eigenen Stimmen und Instrumente besser zu hören, da die Schallrichtung der PA in der Regel von der Bühne weg zeigt und daher auf der Bühne ohne Monitoring nur ein dumpfer Klang bzw. zeitverzögerte Reflexionen der Hallenrückwand oder entfernten Gebäuden zu hören sind. Durch die Bühnenlautsprecher erhalten die Interpreten einen ähnlichen Höreindruck wie das Publikum und können so das Zusammenspiel besser koordinieren.
Das Monitoring kann durch auf die Bühne gerichtete Lautsprecher oder durch Ohrhörer (In-Ear-Monitoring) realisiert sein. Letzteres wird mit zunehmender Entwicklung (und Kostensenkung) der Funktechnik bevorzugt, da sich so Rückkopplungsprobleme mindern lassen. Ferner erübrigt sich dadurch der Einsatz eines Bühnenmixers, der zur Vermeidung von Rückkopplungen die Monitorboxen separat aussteuern muss. Für das In-Ear-Monitoring kann das PA-Signal ohne zusätzliche Manipulation verwendet werden.